didacta Podiumsdiskussion - Distrikt 111 - Süd Mitte
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didacta Podiumsdiskussion

„Demokratieförderung in der Schule – Mit Lions-Quest zu mehr Toleranz und Partizipation“
Unter diesem Thema stand eine Podiumsdiskussion bei der diesjährigen Bildungsmesse didacta in Stuttgart. Die Stiftung der Deutschen Lions ist regelmäßig bei der didacta vertreten und informiert dort über das größten deutschen Präventionsprogramm Lions-Quest. Als regelmäßige Ausstellerin bei der Messe hat die Stiftung der Deutschen Lions auch die Möglichkeit, eine Podiumsdiskussion zu organisieren.
Der Programmleiter von Lions-Quest Dr. Peter Sicking hat die Diskussion zusammen mit dem Programmreferenten Laurent Wagner vorbereitet. Mit Peter Sicking diskutierten Professorin Dr. Gina Wollinger (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW) und Gemeinschaftskundelehrer Dr. Paul Ernst vom Martin-Gerbert-Gymnasium in Horb über Möglichkeiten der Demokratieförderung in der Schule. Moderiert wurde die Runde von Nicola Poitzmann vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen. Sie ist zugleich auch Trainerin für das Programm Lions-Quest und vermittelt den Lehrkräften praxisnahe Möglichkeiten zur Umsetzung des Programms für soziales Lernen und Demokratieförderung in den Schulklassen.
Bei der Debatte kamen ganz unterschiedliche Facetten der Demokratieförderung und ihrer Chancen durch Lions Quest zur Sprache. Professorin Wollinger hob die Vorteile von Lions-Quest zum Lernen allgemeiner Lebenskompetenz hervor. Dies helfe, „Kinder stark zu machen, zu stärken“ für ihren weiteren Lebensweg. Es brauche viel mehr solche Ansätze, um die Kinder fit fürs Leben zu machen, anstatt im späteren Lebensverlauf auf dann entstehende Probleme zu reagieren. Programmleiter Dr. Sicking verwies darauf, dass es inzwischen mehr als fünfzig zertifizierte Lions-Quest-Qualitätssiegel-Schulen gebe, die dieses Programm auch im Curriculum verankert haben, also als Teil ihres schuleigenen Lehrplans.
Paul Ernst erläuterte als Gemeinschaftskundelehrer, wie an seiner Schule Demokratieförderung in der Praxis stattfindet. Dies geschehe zum Beispiel durch den Klassenrat in Klasse 5 und 6, der auch mit Unterstützung von Methoden aus Lions-Quest eingeführt und eingeübt wird. Studien hätten gezeigt, dass dies eine positive Wirkung für die Entwicklung einer demokratischen Streitkultur hat.
Die Podiumsdiskussion endete mit einem Ausblick auf neue Chancen der Demokratieförderung, die sich zukünftig auch im Hinblick auf das Lions-Quest-Programm ergeben können.