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Heimat für bedrohte Tiere

Heimat für bedrohte Tiere

Distrikt 111 - Süd Mitte | 22. März 2026 | Dr. Alexander Steineck
Erschöpft und gut gelaunt: Die Lionsfreunde nach getaner Arbeit, unter ihnen der Initiator Sebastian Krieger (2. von links), Präsident Dr. Martin Krüßmann (2. von rechts) und Pressebeauftragter Dr. Alexander Steineck (5. von rechts). Urheber: Steineck |

Gemeinsam haben die Stadt Gerlingen und der Lions-Club Solitude den Lebensraum für bedrohte Tierarten im Krummbachtal verbessert

Mitten im Gerlinger Wald befindet sich ein Biotop: das Regenrückhaltebecken Steinen First im Krummbachtal. Es bietet Lebensraum und Brutplätze für viele Tiere, wie zum Beispiel für zahlreiche der 25 in Deutschland heimischen Fledermausarten, verschiedene Käuze, diverse Entenarten, Haselmäuse, Hohltauben, Hornissen, Waldschnepfen und Feuersalamander. Einige von ihnen sind jedoch durch Raubtiere, wie Marder und Waschbär, bedroht.

Um all diese verschiedenen Tierarten und ihren Bestand zu schützen, haben die Stadt Gerlingen in einer gemeinsamen Aktion mit dem Lions-Club Solitude diesen Lebensraum verbessert. Zunächst wurde im Rahmen der Durchforstungsmaßnahmen das Umfeld ausgelichtet, d.h. die Bäume und Sträucher gefällt, die das Rückhaltebecken umgeben.

Der Lions-Club Solitude hat dort am 28. Februar die Biotoppflege fortgeführt – 12 Lionsfreunde haben sich dafür zusammengefunden. Zuerst wurden Gestrüpp, Laub und überhängende Äste entfernt. D.h. die gefällten Bäume und Äste mussten auf beiden Seiten des Beckens den Hang hochgeschleppt werden, um die Umgebung des Beckens sichtfrei zu gestalten. Schon nach kurzer Zeit waren alle Beteiligten schweißgebadet.

Durch die Auslichtung können die bedrohten Tierarten nun ihre Feinde leichter erkennen und ihnen ausweichen.

Im Anschluss an die Auslichtung wurden Nisthilfen und Wohnhöhlen für die bedrohten Tierarten an geeigneten Orten angebracht. Dabei handelt es sich um eine Steinkauzröhre mit Marderschutz, zwei Höhlen für Rauhfuß- und Sperlingskäuze, einen Hornissennistkasten, vier Nistkörbe für Enten sowie zwei Großraumhöhlen für Kleinfledermäuse. Die Kosten dafür wurden vom Förderverein des Lions-Clubs getragen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: „Durch die vorbildliche, ehrenamtliche Aktion des Lions Clubs Solitude konnte ein wertvoller Beitrag zum Schutz wildlebender, teilweise bedrohter Tiere, wie Fledermäuse, Steinkäuze, Hohltauben und Enten erreicht werden“, so Simon Walz, Gerlinger Stadtförster.  Er ist sich sicher, dass die Nisthilfen und Wohnhöhlen spätestens nach den nächsten Regenfällen von den Tieren gut angenommen werden.

Bürgermeister Dirk Oestringer hatte sich bereits im Vorfeld beim Lions-Club Solitude für die Aktion bedankt: „Wir freuen uns sehr über das ehrenamtliche Engagement des Lion-Clubs in unserem Gerlinger Stadtwald und bedanken uns für die Spende zum Schutz der Tiere. Immer mehr der hier lebenden Tierarten sind vom Aussterben bedroht, weshalb es essenziell ist, ihre Lebensräume zu schützen“.

Auch die Lionsfreunde freuten sich über das (im Vorher-Nachher-Vergleich deutlich sichtbare) Ergebnis. Gleichzeitig erschöpft und gut gelaunt ließen sie den Tag bei einem gemeinsamen Essen im Krummbachtal ausklingen.


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