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Benefizkonzert in Schlosskapelle

Benefizkonzert in Schlosskapelle

Distrikt 111 - Süd Mitte | 01. Juli 2026 | Dr. Alexander Steineck, Lions-Club Solitude Leonberg-Ditzingen-Gerlingen Thorsten Dahlke, Lions-Club Böblingen-Schönbuch
Viel Beifall für das Junge Streichorchester in der Schlosskapelle Solitude | Dr. Steineck

Lions-Clubs spenden 2000 Euro für Leuchtturmprojekt in Weilimdorf

Die Erlöse aus dem Benefizkonzert in der Schlosskapelle Solitude haben die Lions-Clubs Solitude und Böblingen-Schönbuch auf 2000 Euro aufgestockt. Diese kommen jetzt dem Leuchtturmprojekt „Niemand sollte verloren gehen“ an der Gemeinschaftsschule Weilimdorf zugute.

Es war ein besondere Solitude-Soirée der Evangelischen Kirchengemeinde Botnang, der Hausherrin der Schlosskapelle Solitude: In der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Kapelle spielte das Junge Streichorchester Weil im Schönbuch unter der Leitung von Erich Scheungraber.  Gab sich das Orchester bei Georg-Friedrich Händels Concerto Grosso noch etwas zaghaft, so war das Orchester spätestens bei Joseph Haydns zweitem Cellokonzert – dem meistgespielten Cellokonzert der Musikgeschichte – voll dabei. Das Außergewöhnliche daran: jeder Satz wurde von einer anderen Cellistin gespielt; die drei 15-16jährigen Cellistinnen Ella Steeb, Maria Hablitzel und Carla Engelmann befruchteten sich dabei gegenseitig. Bei den abschließenden rumänischen Volkstänzen von Béla Bartók spielte das Orchester befreit auf und wurde mit großem Beifall in den lauen Sommerabend verabschiedet.

Der Erlös des Benefizkonzerts wurde von den Lions-Clubs Solitude und Böblingen-Schönbuch noch aufgestockt. So konnte der Präsident des Lions-Clubs Solitude, Martin Krüßmann, einen Scheck über 2000 Euro an die stellvertretende Bereichsleiterin für Jugendarbeit der eva (Evangelische Gesellschaft Stuttgart), Laura Reichert, überreichen. Das Geld kommt dem Leuchtturm-Projekt „Niemand sollte verloren gehen“ für neuzugewanderte Kinder und Jugendliche an der Gemeinschaftsschule Stuttgart-Weilimdorf zugute. Die 11- bis 14-Jährigen sind bislang gar nicht oder nur zeitweise zur Schule gegangen. In der kürzlich offiziell eröffneten Lernwerkstatt lernen sie nun schreiben, lesen und rechnen, erwerben digitale Kompetenzen und erhalten Orientierung für das Leben in Deutschland. Derzeit besuchen 36 Kinder und Jugendliche aus Afghanistan, dem Iran, Rumänien und Syrien die Lernwerkstatt. Die meisten leben in einer großen Flüchtlingsunterkunft in unmittelbarer Nähe. Während die Lernwerkstatt, die Sozialarbeit und Sportprojekte von anderen Trägern finanziert werden, sorgt die Spende der beiden Lions-Clubs nun dafür, dass mit den Kindern und Jugendlichen Ausflüge (zum Beispiel in die Wilhelma) organisiert werden können, die die Integration und den Zusammenhalt fördern.


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