Kinder

Klasse 2000

Kinderrechte

UN-Kinderrechtskonvention: Kinder haben Recht auf bestmögliche Gesundheit

Kinder zeigen Plakate

Kindergesundheit in Deutschland

Kinder in Deutschland sind überwiegend gesund – das ist das Fazit der breit angelegten Studie des Robert-Koch-Instituts zur Kindergesundheit (KiGGS-Studie). Die Studie weist aber auch darauf hin, dass es schon im Kindes- und Jugendalter Risiken gibt, besonders für ‚Zivilisationskrankheiten‘. Die größten Gesundheitsprobleme in unserem Land gehen heute von einem Lebensstil aus, der auf Dauer schadet: Stress, mangelnde Bewegung, unausgewogene Ernährung sowie der Konsum von Tabak, Alkohol und anderen Drogen.

  • Psychische Auffälligkeiten, z.B. Ängste und Aggressionen: 16,9 % der 3- bis 17-Jährigen sind betroffen (KiGGS-Studie, 2018)
  • Übergewicht: 15% der Kinder im Grundschulalter (KiGGS-Studie, 2018)
  • Rauchen: 7% der Jugendlichen (KiGGS-Studie, 2018)
  • Alkohol: 12% der Jugendlichen zeigen riskanten Konsum, 7% berichten regelmäßiges Rauschtrinken (KiGGS-Studie, 2018)
  • Computer- u. internetbezogene Störung: 6% der Jugendlichen (BZgA, 2017)

Kinder mit niedrigem sozialen Status sind von diesen Gesundheitsrisiken deutlich stärker betroffen – ein wichtiges Argument dafür, gesundheitsfördernde Maßnahmen dort durchzuführen, wo alle Kinder, ungeachtet ihres sozialen Status, erreicht werden, z. B. in der Grundschule.

Prävention und Gesundheitsförderung

Gesundheit ist ein grundlegendes Menschenrecht, und Kinder haben laut UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf bestmögliche Gesundheit. Zudem ist Gesundheit eine zentrale Voraussetzung für persönliche Lebenszufriedenheit sowie für schulische und berufliche Leistungsfähigkeit. Gesundheitsrisiken im Kindesalter muss aus mehreren Gründen frühzeitig begegnet werden:

  • sie verringern die Lebensqualität der Kinder und ihrer Familien
  • die Kinder haben schlechtere Chancen auf eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung
  • die Kindheit ist prägend für den späteren Lebensstil
  • Risiken kumulieren im Laufe des Lebens und führen zu erhöhten Problemen im Erwachsenenalter

Ziele, Themen und Umsetzung von Klasse2000

Vor diesem Hintergrund fördert Klasse2000 die Gesundheit von Grundschulkindern und beugt Sucht und Gewalt vor. Die Kinder lernen mit der Symbolfigur KLARO

  • wie ihr Körper funktioniert und was ihnen guttut
  • wie wichtig Gesundheit ist und was sie selbst dafür tun können
  • wie sie für sich selber sorgen und gut mit anderen umgehen.

Sie beschäftigen sich von Klasse 1 bis 4 mit folgenden Themen

  • Gesund essen & trinken 
  • Bewegen & entspannen
  • Sich selber mögen & Freunde haben
  • Probleme & Konflikte lösen
  • Kritisch denken & nein sagen

Die Lehrkräfte erhalten komplette Stundenvorschläge, mit denen sie von Klasse 1 bis 4 pro Schuljahr ca. 10 – 12 Stunden fächerübergreifend unterrichten können. Für zusätzliche Begeisterung bei den Kindern sorgen die Klasse2000-GesundheitsförderInnen, die besondere Spiele und Materialien mitbringen. Mit ihnen erforschen die Kinder, was sie selbst tun können, um gesund zu bleiben und sich wohlzufühlen. Umfangreiches und attraktives Unterrichtsmaterial (Spiele, CDs, Schülerhefte, Spiele für Kinder, Material für Eltern) und die Stunden der GesundheitsförderInnen überzeugen die Lehrkräfte von dem Programm – das belegen regelmäßige Lehrerbefragungen.

Klasse2000 wird über Spenden und Fördergelder finanziert, meist in Form von Patenschaften für einzelne Klassen (220 € pro Klasse und Schuljahr). Paten sind vor allem Lions Clubs, aber auch Krankenkassen, Firmen, Stiftungen, Fördervereine, Eltern und viele mehr.

Wirkung belegt

Studien von unabhängigen Forschungsinstituten belegen die Wirksamkeit von Klasse2000.  

 

Eine Untersuchung des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) zeigt, dass ehemalige Klasse2000-Kinder auch am Ende der 7. Klasse deutlich seltener schon einmal geraucht haben und hoher Alkoholkonsum weniger verbreitet ist als bei einer Kontrollgruppe, die nicht an dem Programm teilgenommen hatte. Außerdem belegt die Studie positive Effekte des Programms auf das Klassenklima – sowohl aus Sicht der Kinder als auch der Lehrkräfte.

 

Eine Studie der Universität Bielefeld verglich Klasse2000-Kinder von Klasse 1-3 mit einer Kontrollgruppe und belegt positive Effekte des Programms auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten, z. B. auf den Konsum von Süßigkeiten und einen aktiven Schulweg.

 

Diese Ergebnisse sind besonders vor dem Hintergrund, dass Diabetes als neues weltweites Projekt in die Service-Programme von Lions Clubs International (LCI) aufgenommen wurde, von großer Bedeutung. Die Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung sind auch die wichtigsten Ansatz­punkte der primären Prävention von Diabetes.

 

Aufgrund der hohen Qualität seiner Wirkungsnachweise wurde Klasse2000 in die höchste Kategorie der Grünen Liste Prävention eingeordnet: „Effektivität nachgewiesen“.

Weitere Informationen enthält die Broschüre „Lions – starke Partner für Kindergesundheit“, in der es um langfristige Förderstrategien geht: info@klasse2000.de oder wenden Sie sich an den Klasse2000-Beauftragten Willi Burger (07152-56242, E-Mail: willi.burger@web.de)